Mein Geburtsbericht

Eigentlich sollte ich am 24. Januar 2006 zur Welt kommen. Aber wie Ihr am ersten Wort der Zeile schon sehen könnt, kam alles anders. Davon, wie es dann kam, erzählt euch dieser Bericht:
Meine Mama bekam schon im 5. Monat einen Bandscheibenvorfall, der von Woche zu Woche schlimmer wurde. Sitzen, laufen und stehen wurde immer schwerer für Sie, aber sie konnte ja auch keinerlei Medikamente nehmen, da sie mich ja als Bauchbewohnerin hatte.

Ultraschallbild 21. Schwangerschaftswoche
Julia in der 21. Schwangerschaftswoche

Zwei Tage vor der Geburt also am 5. Dezember ging es ihr dann auch durch mein zusätzliches Gewicht so schlecht, dass sich langsam Komplikationen ergaben, denn auch das CTG wurde nun sehr schlecht. Der Arzt meinte sie sollte lieber in die Klinik fahren, und die Schwangerschaft vorzeitig per Kaiserschitt beenden lassen. Also machte sich meine Mama ganz aufgeregt auf den Weg - aber zuerst zu meiner Tante die während der Zeit die Mama und ich im Krankenhaus verbringen würden auf meinen großen Bruder aufpassen musste.

Wir sind dann nach Hause und haben Papa angerufen. Der war zu dem Zeitpunkt in den USA zum arbeiten. Er war total traurig da er ja gerne mit bei der Entbindung dabei sein wollte, außerdem war er natürlich total aufgeregt. Also versprach er meiner Mama das er alles dafür tun würde, um so schnell wie möglich zurück zu kommen.

Wir haben dann meinen Bruder mitgenommen und sind in die Klink gefahren. Dort wurden wir gleich an ein CTG angeschlossen und es wurde wieder Ultraschall gemacht. Zu dem Zeitpunkt war bei mir alles wieder in Ordnung, und so entschlossen sich die Ärzte den Kaiserschnitt erst am nächsten Morgen zu machen. Gesagt, getan - Mama bekam ihr Bett und meine Tante Doreen und mein Bruder fuhren heim.

Mein Papa hat es tatsächlich geschafft seinen Chef zu überzeugen, dass er eher nach Hause kommen konnte - er flog noch am Dienstag los. Da der Flug mit allen Pausen fast 24 Stunden dauert, war es ein Spiel gegen die Zeit ob er dabei sein konnte oder nicht.

Am nächsten morgen gleich um kurz nach 7 kam eine Schwester zu meiner Mama. "So, nun geht es los. Gleich halten Sie Ihr Kind im Arm!" Mama wurde ganz nervös - das merkte ich sofort und auch mein Herz schlug dann plötzlich wie wild. Mama wurde dann vorbereitet und es wurde noch einmal ein CTG geschrieben wo man dann gesehen hat das ich auch ganz schön aufgeregt war. Mein Herz machte ganz schöne Purzelbäume.
Dann wurden wir in den Op-Saal geschoben und Mama bekam eine PDA. Eigentlich wollte sie ja eine Vollnarkose haben, aber die Narkoseärztin hat sie überredet weil man bei der PDA den ersten Schrei hören kann. Mama fand es auch gar nicht so schlimm.
Dann wurde der Schnitt gemacht und um 10:12 Uhr war ich geboren.

Juliaganzfrisch
Das erste Bild von Julia direkt nach der Geburt

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Mama weinte vor Rührung als sie mich schreien hörte. Sie durfte auch ganz kurz mein Händchen berühren, aber sehen konnte sie mich leider nicht, da es mir nicht so gut ging. Beim Apgar Test erhielt ich zwar 8 von 10 möglichen Punkten - eigentlich okay - aber ich hatte Probleme mit der Atmung, so dass der Kinderarzt beschloss mich mit auf die Bult zu nehmen.

Mama wurde dann fertig genäht und beim rausschieben durfte sie einen ganz kurzen Blick riskieren - dann wurden wir für zwei lange Tage getrennt. Das fand meine Mama ganz schlimm und ich habe auch immer geweint, weil mir das gar nicht gefiel.
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Das 'Kinderkrankenhaus auf der Bult', oder kurz 'die Bult' ist ein sehr gutes Krankenhaus hier in Hannover, mit einer speziellen Intensivstation nur für Neugeborene.

Mein Papa war zum Zeitpunkt der Geburt übrigens über dem Atlantik. Er landete um 14:03 Uhr in Hannover und kam sofort ins Krankenhaus zu Mama. Gleich danach haben sich dann Papa und mein großer Bruder Kevin auf den Weg zu mir gemacht, und natürlich auch ein paar Bilder von mir für Mama geschossen.

Meine Mama wollte mich ja unbedingt sehen so hat sie alle Kräfte mobilisiert und ist schon am 2. Tag aufgestanden. Bereits am Freitag hat sie mich das erste mal besucht.

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Von da an kamen mich meine Eltern jeden Tag besuchen.

Übrigens konnte meinen Mama schon am Montag entlassen werden, da es ihr so gut ging. Der Milcheinschuss kam am Sonnabend - da dachte Mama sie platzt bald! Sie hatte super viel Milch und ich konnte mich daran satt trinken..

Hier könnt Ihr weiter lesen, wie es mir die nächsten Tage im Krankenhaus erging.