Mein Geburtsbericht
Meine Mama bekam schon im 5. Monat einen Bandscheibenvorfall, der von Woche zu Woche schlimmer wurde. Sitzen, laufen und stehen wurde immer schwerer für Sie, aber sie konnte ja auch keinerlei Medikamente nehmen, da sie mich ja als Bauchbewohnerin hatte.
Julia in der 21.
Schwangerschaftswoche
Zwei Tage vor der Geburt
also am 5. Dezember ging es ihr dann auch durch mein
zusätzliches Gewicht so schlecht, dass sich langsam
Komplikationen ergaben, denn auch das CTG wurde nun sehr schlecht. Der Arzt
meinte sie sollte lieber in die Klinik fahren, und
die Schwangerschaft vorzeitig per Kaiserschitt beenden lassen. Also
machte sich meine Mama ganz aufgeregt auf den Weg -
aber zuerst zu meiner Tante die während der Zeit die
Mama und ich im Krankenhaus verbringen würden auf
meinen großen Bruder aufpassen musste.
Wir sind dann nach Hause und haben Papa angerufen. Der
war zu dem Zeitpunkt in den USA zum arbeiten. Er war
total traurig da er ja gerne mit bei der Entbindung
dabei sein wollte, außerdem war er natürlich total
aufgeregt. Also versprach er meiner Mama das er alles
dafür tun würde, um so schnell wie möglich zurück zu
kommen.
Wir haben dann meinen Bruder mitgenommen und sind in
die Klink gefahren. Dort wurden wir gleich an ein CTG
angeschlossen und es wurde wieder Ultraschall gemacht.
Zu dem Zeitpunkt war bei mir alles wieder in Ordnung,
und so entschlossen sich die Ärzte den Kaiserschnitt
erst am nächsten Morgen zu machen. Gesagt, getan - Mama
bekam ihr Bett und meine Tante Doreen und mein Bruder
fuhren heim.
Mein Papa hat es tatsächlich geschafft seinen Chef zu
überzeugen, dass er eher nach Hause kommen konnte - er
flog noch am Dienstag los. Da der Flug mit allen Pausen
fast 24 Stunden dauert, war es ein Spiel gegen die Zeit
ob er dabei sein konnte oder nicht.
Am nächsten morgen gleich um kurz nach 7 kam eine
Schwester zu meiner Mama. "So, nun geht es los. Gleich
halten Sie Ihr Kind im Arm!" Mama wurde ganz nervös -
das merkte ich sofort und auch mein Herz schlug dann
plötzlich wie wild. Mama wurde dann vorbereitet und es
wurde noch einmal ein CTG geschrieben wo man dann
gesehen hat das ich auch ganz schön aufgeregt war. Mein
Herz machte ganz schöne Purzelbäume.
Dann wurden wir in den Op-Saal geschoben und Mama bekam
eine PDA. Eigentlich wollte sie ja
eine Vollnarkose haben, aber die Narkoseärztin hat
sie überredet weil man bei der PDA den ersten Schrei
hören kann. Mama fand es auch gar nicht so schlimm.
Dann wurde der Schnitt gemacht und um 10:12 Uhr war ich
geboren.
Das erste Bild von
Julia direkt nach der Geburt
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Mama wurde dann fertig genäht und beim rausschieben durfte sie einen ganz kurzen Blick riskieren - dann wurden wir für zwei lange Tage getrennt. Das fand meine Mama ganz schlimm und ich habe auch immer geweint, weil mir das gar nicht gefiel.
Das 'Kinderkrankenhaus auf
der Bult', oder kurz 'die Bult' ist ein sehr gutes
Krankenhaus hier in Hannover, mit einer speziellen
Intensivstation nur für Neugeborene.
Mein Papa war zum Zeitpunkt der Geburt übrigens über
dem Atlantik. Er landete um 14:03 Uhr in Hannover und
kam sofort ins Krankenhaus zu Mama. Gleich danach haben
sich dann Papa und mein großer Bruder Kevin auf den Weg
zu mir gemacht, und natürlich auch ein paar Bilder von mir für Mama
geschossen.
Meine Mama wollte mich ja unbedingt sehen so hat sie
alle Kräfte mobilisiert und ist schon am 2. Tag
aufgestanden. Bereits am Freitag hat sie mich das erste
mal besucht.
Von da an kamen mich meine Eltern jeden Tag besuchen.
Übrigens konnte meinen Mama schon am Montag entlassen
werden, da es ihr so gut ging. Der Milcheinschuss kam
am Sonnabend - da dachte Mama sie platzt bald! Sie
hatte super viel Milch und ich konnte mich daran satt
trinken..
Hier könnt Ihr weiter lesen, wie es mir die nächsten
Tage im Krankenhaus erging.